SAMSUNG DSR9500 VIA CI

Wenn es um den Geschwindigkeitsrekord beim Auto-Search und bei der Programmplatz-Umschaltung ginge, dann würde der gerade auf den Markt gebrachte DSR9500 VIA CI von Samsung Electronics Co., Ltd. sicher einen der ersten Plätze belegen. Nicht einmal vier Minuten benötigte er für die gleichzeitige Suchroutine auf ASTRA und HOTBIRD. Dies war der erste positive Eindruck in der Redaktion und Grund genug, sich diesen Receiver etwas genauer anzusehen.

Im silbergrauen Gehäuse macht er einen ruhigen und eleganten Eindruck. Die Typenbezeichnung verrät dass VIACCESS bereits integriert ist und das Gerät zusätzlich mit zwei Slots für CA-Module ausgerüstet wurde. Eine Notbedienung des Receivers ist direkt am Gerät möglich. Nicht jedoch die Programmierung. Auf der Rückseite wird das Antennensignal durchgeschleift. Zwei Scart-Buchsen versorgen das TV-Gerät und einen Videorekorder. Vier RCA-Anschlüsse bieten nochmals Video und Audio und die externe 0/12 Volt Schaltspannung an. Ein eindeutiges Plus sind die Ausgänge für digitales Audio (SPDIF) und für S-VHS. Das serielle Interface dient der Einspielung von neuer Software, bzw. dem Datenaustausch zwischen zwei Receivern oder vom PC zum DSR9500 VIA CI. Je nach Region wird ein geeigneter Modulator angeboten.

Die ergonomisch angeordneten Tasten der äusserst handlichen Fernbedienung machen die Bedienung zu einem Kinderspiel. Fingerakrobatik gehört der Vergangenheit an.
Normalerweise muss auf ein Betriebshandbuch nicht weiter eingegangen werden, da es zumeist den Anforderungen genügt. Samsung Electronics jedoch spendierte diesem Receiver eine fünfsprachige und erstklassige Bedienungsanleitung. Jeder einzelne Schritt der Installation und der Bedienung wird ausführlich erklärt. Doch auch ohne diese Hilfe dürfte die Erstinstallation kein Problem sein, da sich die einzelnen Menü-Seiten des On-Screen-Displays von selbst erklären. 19 Sprachen stehen für das Display, die Soundtracks, die Untertitel und den Electronic Program Guide (EPG) zur Verfügung. Die Transparenz der Bildschirmgrafiken kann den eigenen Wünschen angepasst werden. 32 Satelliten sind bereits vorprogrammiert und drei weitere lassen sich nach Bedarf aktivieren. Jedem dieser Satelliten kann eine lokale Oszillatorfrequenz des LNB zugewiesen werden. Auch sind alle bekannten LOF´s im Menü zu finden. Für das S-Band oder andere LNB-Typen kann der entsprechende Wert frei bestimmt werden. Zum Einsatz in kleinen Kabelanlagen steht ein SMATV-Scan zur Verfügung. DiSEqC 1.2 erlaubt den Betrieb eines entsprechenden Motors und sollte eine Solarsat-Antenne betrieben werden, so reichen Eingabe von Standort, Datum und Zeit. Sofort errechnet die Software die akkurate Ausrichtung dieses Antennen-Typs. Ob nun 2 oder 4 LNB´s genutzt werden, oder mit Motorbetrieb, beim anschliessenden Suchlauf werden alle Satelliten in einem Arbeitsgang abgefragt. Und das mit einer Geschwindigkeit, die man sich bei anderen Receivern auch wünschen würde. Und es werden auch keine SCPC-Signale übersehen. Der Hersteller gibt als Symbolrate 2-45 Ms/sec. an. Tatsächlich wurden im Test Symbolraten unter 2 Ms/Sec. anstandslos verarbeitet.

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Da der Receiver integriertes Viaccess hat und mit zwei CI-Slots ausgerüstet ist, wird natürlich vor dem Suchlauf die Frage nach ALLE oder nur FTA gestellt. Nach diesem Arbeitsgang kann man Ordnung im Sendergewirr mit Hilfe des Edit-Menüs schaffen. Programme werden verschoben oder in eine der neun Favoritenlisten aufgenommen. Transponder oder alle Pay-TV Sender können gelöscht werden. Immer wird in diesen Menüs das aktuelle Video als Insert eingeblendet.

Der schnelle Programmplatzwechsel ist ideal für den sogenannten “Zapper”. Man kann die einzelnen Kanäle nahezu mit Scan-Geschwindigkeit zappen. Ohne das es zu irgendwelchen Aufhängern kommt. Für einige Sekunden erscheint am unteren Bildrand das Info-Display mit allen notwendigen Angaben zum Programmplatz. Der Electronic Program Guide gibt detaillierte Angaben zu Programminhalten. Auch hier erscheint das Video wiederum als Insert. Auf einfachen Tastendruck kann der Soundtrack geändert, der sehr schnelle Teletext abgerufen oder die Untertitel aktiviert werden. Soll ein bestimmtes Programm einmalig oder mehrfach zu festgelegten Zeiten auf den angeschlossenen Videorekorder aufgezeichnet werden, hilft der integrierte Timer.

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